Erfahrungsberichte

Dieses Thema enthält 17 Antworten und 2 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Ninali vor 2 Monate, 1 Woche.

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  • #422 Antwort

    In dieser Rubrik ist es möglich eigene Erfahrungsberichte mit anderen Frauen zu teilen und zu diskutieren. Ich würde mich freuen wenn eine rege Diskussion entsteht, damit mehr Frauen den großen Schritt zur Brustrekonstruktion wagen und somit einen entgültigen Schlussstrich unter Ihre frühere Krebserkrankung ziehen können.

    mit freundlichen Grüßen,

    Dr. med. univ. Michael Brandstetter

    #430 Antwort

    Martina Pham

    Nach einer Brustkrebserkrankung im Januar 2012, die einherging mit einer halbjährigen Wundheilungsstörung, wollte ich nicht weiter mit der entstellenden Narbe und dem Größenunterschied weiterleben. Ich konsultierte daher einen Plastischen Wiederherstellungs Chirurgen der auf Brustrekonstruktionen spezialisiert war. Im März 2015 ist der Eingriff der Brustrekonstruktion dann erfolgt und ich bin mehr als nur glücklich. Mein Arzt ist ein wahrer Künstler mit einem unglaublichen Auge fürs Detail. Mit einem solchen Ergebnis habe ich niemals gerechnet. Die neue Brust ist weich, warm, und kommt der alten so nahe wie ich es nie für möglich gehalten hätte. Ich hatte nach dem Eingriff kaum Schmerzen und die Heilung verlief problemlos. Neben einer sehr kleinen Wundheilungsstörung in rechten Achsel verlief alles absolut perfekt. Mein Chirurg möchte noch eine erneute kleine Korrektur in lokaler Betäubung durchführen – er ist einfach ein absoluter Perfektionist. Ich habe aber nicht vor noch etwas machen zu lassen da ich jetzt schon unendlich glücklich und zufrieden bin. Aber diesem Streben nach absoluter Perfektion verdanke ich mein Glück! Ich hätte den Schritt viel früher gehen sollen.

    #431 Antwort

    Loituma

    Ich hatte meinen Rekonstruktion mit einem „DIEP“-Lappen im letzten Januar. Leider musste direkt nach der Operation 2 mal nachoperiert werden da die neue Brust drohte abzusterben. Die Ärzte konnten die Brust aber retten. Die Ursache für die Komplikationen war wahrscheinlich mein starker Nikotinkonsum … fast 2 Schachteln pro Tag 🙁 … und eine intensive Bestrahlung ein paar Monate vor dem Aufbau. Die vielen Operationen waren schon sehr hart für mich, es war wirklich nicht leicht, aber mittlerweile bin ich froh es durchgezogen zu haben und bin meinem Ärzte- und Pflegeteam so dankbar.

    #434 Antwort

    Marieke54

    Bei mir wurde vor 5 Jahren Brustkrebs diagnostiziert, nachdem ich einen Knoten selbst ertastet hatte. Ein Teil der Brust musste durch den Gynäkologen entfernt werden. Die Brust sah danach furchtbar eingezogen und vernarbt aus – ich konnte mich im Spiegel kaum mehr ansehen…

    Ich stellte mich dann auf Zureden einer Freundin in Stuttgart beim plastischen Chirurgen vor. Dort hat man mich sofort ernst genommen und mir mit Eigenfettfüllung vom Bauch die Kontourunregelmässigkeit wieder auffüllen können.Jetzt habe ich einen flacheren Bauch und „meine Brust“ wieder. 🙂
    Toll was man heute durch die moderne Medizin alles machen kann…

    GLG
    Marieke

    #441 Antwort

    Tiffy

    Danke dass Ihr durch eure Erfahrungsberichte den anderen Frauen Kraft schenkt, weiter so!

    #442 Antwort

    Quendreza

    Ich habe nach einer DCIS Diagnose eine sog. skin sparing mastectomy durchführen lassen und anschließende sofortrekonstruktion mit Eigengewebe vom rechten Oberschenkel. Nach der Operation hatte ich eine kleine Wundheilungsstörung an der Brust und Flüssigkeit musste hier zwei mal abpunktiert werden, aber ansonsten ist alles prima verheilt. Auch ich bereue meine Entscheidung für den Aufbau nicht.

    #509 Antwort

    Tiffy

    Hallo Quendreza,

    Würdest du dich wieder für den Oberschenkel als Spender für den neuen Busen entscheiden?

    #511 Antwort

    BRA-DAY

    Am 14. Oktober 2015 ist es wieder so weit. Der weltweit stattfindende „BRA-Day“, der Breast Reconstruction Day findet wieder statt.

    Der BRA-Day soll weltweit Betroffene, Angehörige aber auch die breite Öffentlichkeit aufmerksam machen, weiterbilden und auch Spenden lukrieren. Damit Mehr Frauen Zugang zu dieser Behandlungsform bekommen können und somit ein weiterer großer Schritt im Kampf gegen Brustkrebs begangen werden kann.

    Deutschlandweit finden am und um den BRA-Day in vielen Brustrekonstruktionszentren Symposien, Posterpäsentationen und andere Events statt – also hör‘ dich um in deiner Stadt und mach mit!

    weltweit am 15. Oktober, BRA-DAY 2015

    Weitere Informationen sind auf folgenden Websites zu finden:

    http://www.bra-day.com/

    http://www.breastreconusa.org/

    #516 Antwort

    Quendreza

    Hallo Tiffy!

    Ich hab jetzt eine Frau kennegelernt die hat sich die Brust mit Gewebe vom Bauch wiederherstellen lassen. Als positiver Nebeneffekt ist jetzt ihr Bauch völlig gestrafft. Für mich wäre das aber glaube ich nicht möglich gewesen. Ich hab einfach zu wenig an mir dran um eine volle Brust formen zu können. Deshalb hat mir mein Plastischer Chirurg glaube ich auch zur Entnahme an den Oberschenkeln geraten.

    #517 Antwort

    Tiffy

    Danke für deine Antwort Quendreza,

    wo verläuft die Narbe? Oberschenkel bedeutet ja eigentlich relativ nahe am Intimbereich, wie kann man sich das vorstellen? Sieht man die Narbe im Bikini?

    Liebe Grüße aus Bad Schallerbach

    #526 Antwort

    Quendreza

    Die Narbe kommt fast vollständig an der Oberschenkel Innenseite zu liegen mit Ausläufer in Richtung Leiste – also im Bikini kaum zu sehen 🙂

    #527 Antwort

    Helga77

    Wann nach der Operation darf man mit der Lymphdrainage wieder beginnen?

    #6405 Antwort

    Nach Entfernung der Wundfäden ca. 2 Wochen postoperativ.

    #6406 Antwort

    Jenni

    Sehr geehrtes Ärzte-Team,

    bei mir wurde ein invasiv lobuläres Mammakarzinom, G3, Proliferation 25%, Sentinel karzinomfrei, folgendermaßen behandelt:
    – neoadjuvante Chemotherapie (4xEC, 12xT weekly)
    – BET
    – Nachresektion (ca. 1 Woche später), ebenfalls brusterhaltend
    – Radiato mit Boost (2,25 Gy), 28 Tage
    – Mastopexie nach 7 Monaten
    – derzeitige Medikation: Zoladex-Spritze alle 28 Tage, Letrozol Heumann täglich

    Um eine endgültige schöne Form meiner Brüste zu erreichen, wäre ein Lipofilling eine gute Möglichkeit. Am liebsten würde ich den Eingriff recht zügig vornehmen lassen, da ich mich wirklich wieder nach einem schönen Dekolleté sehne(Tumor saß im oberen inneren Quadranten, also das Defizit ist im sichtbaren Dekolleté-Bereich…)und mir wieder eine wohlgeformte Brust wünsche. Außerdem möchte ich -zumindest optisch- mit dem Thema Brustkrebs abschließen… Nun zu meiner Frage: Bestehen bei meiner Vorgeschichte irgendwelche onkologischen Bedenken, die gegen ein Lipofilling sprechen würden? Müsste man eine Karenzzeit einhalten, wenn ja wie lange und warum ?

    Da die Datenlage hierzu (Lipofilling nach BET) recht dünn und zum Teil widersprüchlich ist, wende ich mich an Sie und hoffe, dass Sie bereits entsprechende Erfahrungen auf diesem Gebiet gemacht haben.

    Für Ihre freundliche Einschätzung bedanke ich mich schon jetzt recht herzlich!

    #6408 Antwort

    Lipofilling nach Brusterhaltender Therapie ist aktuell ein heiß diskutiertes Thema in den Fachzeitschriften und auf den Kongressen.

    Einzelne Studien in der Zellgrundlagenforschung haben gezeigt, dass Stammzellen, die in einer sehr hohen Konzentration im Fettgewebe vorkommen, Einfluss auf das Wachstum von Tumorzellen nehmen können.
    Sprich – es wäre theoretisch möglich, dass Fettzellen die in die Brust eingebracht werden lokale noch bestehende Tumorzellen (Carcinoma in situ) stimulieren und somit zum Rezidiv führen.

    Im Gegensatz dazu haben klinische Studien aber keinen Anstieg über das generelle Rezidivrisiko gezeigt.

    Somit sind die Empfehlungen/Richtlinien bzgl. Lipofilling nach BET aktuell wie folgt:

    1) Bildgebung (Mammographie oder MRT) vor dem Lipofilling, sowie nach der Behandlung (um einen Ausgangsbefund für Veränderungen zu haben)

    2) 3 Jahre Abstand zum Brusterhaltenden Eingriff

    3) Klinische Kontrolle und Bildgebung im Verlauf (Jahreskontrollen)

    Ob eine Wartezeit von 3 Jahren im einzelnen Fall wirklich sinnvoll und notwendig ist, muss jeder Patient für sich entscheiden.
    Abgesehen von der Rezidivdiskussion ist Lipofilling eine potente Möglichkeit Volumen und somit die Brustkontur wiederherzustellen, wobei jedoch evtl. mehrere Sitzungen notwendig werden.

    Ihr

    Brustrekonstruktionsteam

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